Seite:Beschreibung der Gegend, in welcher die gräfliche Residenz Castell liegt, der darin befindlichen Erd- und Steinarten, und anderer Producte.pdf/39

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

Ziegeln allenfalls tauglich, aber nicht ganz gut zu irdenen Gefäßen ist.

.

Sand ist auf der ganzen Castellischen Markung nicht zu finden, sondern muß eine halbe Stunde weit, von Rüdenhausen, der Residenz der Castell-Rüdenhausischen Linie herüber gehohlt werden, wo fast lauter Sandfeld ist, und eben dadurch wird die oben angegebene Hypothese sehr wahrscheinlich gemacht: denn alle die Districte in dem eigentlichen so genannten Franken, welche nicht an Bergen und nur einige Stunden von dem Main entfernt liegen, haben sandichten Boden, hingegen diejenigen Districte welche an Bergen liegen, haben entweder thonichten Boden oder Damm-Erde. Überhaupt gibt der Blick vom alten Casteller Schloß in Franken hinein, so manche fruchtbare Idee über die Bildung der Gegenden, über den Lauf der Flüsse, über Wirkung der Wasserfluthen etc. Spuren von Vulkanen aber habe ich nirgends gefunden. Auch die Berge nehmen an ihrer Höhe ab; den Beweis liefert selbst der Eine Casteller Berg, und Personen, welche ihn in ihrer Jugend mit Aufmerksamkeit betrachtet haben, versichern mich, daß er binnen 40-50 Jahren merklich an