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schönsten Sonnescheine gelabt, nicht einen Regentropfen empfindet. Da zaudert der Fuß, in das Thal zurück zu kehren. Und welche bezaubernde Reize bieten sich erst bey der Übersicht des am Fuße liegenden Thals dem Auge dar! – Hier findet man wirklich jene schönen Gefilde zur Sommerszeit, die romanhafte Schilderungen oft nur im Traume zeigen. Hier stürzt das Wasser über den Felsen herab, zeigt durch seine Verstiebung in den Lüften die schönsten Farben des Regenbogens, fließt dann sanft säuselnd durch kurzes Gesträuch, fällt hierauf plötzlich wieder über einen breitern Felsen in die Tiefe, schafft den hellsten Spiegel und stellt einen Wasserfall dar, den die Kunst nicht so schön zu bilden vermag. Hier erblickt man die schönsten Wiesen an einem kühlenden Wäldchen, durch welche die klärste Quelle sanft fließet, da in ihrer Mitte eine kleine Hütte des Landmanns, mit Bäumen und Gesträuchen umwachsen, da die Gattin mit ihren Kindern im Schatten auf dem Wasen um einen Milchtopf gelagert. Hier sieht man die schönsten Früchte, hier frohe Heerden auf den Höhen weiden; da hört man das tönende Horn des Hirten. Hier spielen die muntern Fische in dem krystallhellen Wasser

Empfohlene Zitierweise:
Anonym: Beschreibung der Röhne und der darauf liegenden Ortschaften Frankenheim und Birx. In: Journal von und für Franken, Band 1, S. 233-254. Raw, Nürnberg 1790, Seite 255. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Beschreibung_der_R%C3%B6hne_und_der_darauf_liegenden_Ortschaften_Frankenheim_und_Birx.pdf/23&oldid=- (Version vom 31.7.2018)