Seite:Beschreibung von Uffenheim, und der sogenannten Hirsbreykirchweih daselbst.pdf/11

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für diese wird ein ganz besonderer mit Rosinen und Zimmet in der Küche des Spitals zubereitet, und solcher ist es auch, der auf die Tafel in dem Auditorio aufgetragen wird. Wenn nun alles rein aufgezehret ist, geht man nach Hause, und somit endigt sich auch die Feyer dieses Tages.

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Was werden Sie wohl hiezu sagen? Vielleicht sind Sie meiner Meinung, daß es wahre Thorheit sey, wenn man in unsern aufgeklärten Zeiten noch so etwas unternimmt, woran der Aberglaube der Vorzeit so viel Gefallen hatte. Im Herzen habe ich die Uffenheimer bedauert, daß sie noch so sehr an jenen Überbleibseln kleben, und nicht dafür sorgen, daß sie abgeschafft werden. Auf solche Weise sind in der That die Katholiken besser daran, die kein Bedenken tragen, Feste, Feyertage und andere Feyerlichkeiten abzustellen, die von ihren Vorfahren heiliger, als je etwas, gehalten worden sind. Und wie leicht könnte dieß geschehen! Oder soll vielleicht der Hirsbreypeter alsdann umgehen,[1] wenn zu seinem Andenken diese Feyerlichkeit aufgehoben würde? So groß diese Einfalt wäre, so muß ich Ihnen doch sagen, daß noch


  1. d. i. spucken.