Seite:Beschreibung von Uffenheim, und der sogenannten Hirsbreykirchweih daselbst.pdf/5

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Stadt kann man nichts gutes sagen, weil nur äusserst selten die Straßen von Koth gereiniget werden: woher es denn auch kommt, daß man, wenn es nur einen halben Tag hindurch regnet, kaum von einem Hause zum andern gehen kann. Was die äussere Gegend der Stadt betrifft, so muß ich bekennen, daß sie schön ist, und manches Vergnügen gewährt. Es werden verschiedene Arten von Getraide hier gebaut: denn der Boden ist sehr gut; aber Wein nicht. In den vorigen Zeiten wurde er gebaut; er muß aber nicht so viel eingetragen haben, daß man die Kosten, die damit verbunden waren, hätte bestreiten können: denn schon von dem Jahr 1641 findet man, daß die hiesigen Bürger bey der gnädigsten Herrschaft angesuchet haben, ihre Weinberge in Ackerfeld verwandeln zu dürfen, welches ihnen auch erlaubt worden ist. Unter den Künstlern verdient keiner genennet zu werden, als des Maurermeisters Entner Sohn, der taub und stumm ist, aber in Steinhauerarbeiten seinen Meister sucht. Alle die Arbeiten, die er gemacht hat – einige davon kann man auf dem hiesigen Gottesacker sehen – wird jeder Kenner bewundern, wenn er auch nicht weiß, daß er alles