Seite:Betrachtungen über den Aufsatz von den Ursachen der Theurung aller Lebensmittel, besonders in dem Fränkischen Reichskreise, in des 2ten Bandes 3ten Hefte dieses Journals.pdf/16

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Ich stelle nicht in Abrede, daß manche Bauersleute mit ihren Producten an sich halten, und aus Geiz auf einen höhern Preis warten; allein dieses geschiehet immer von dem geringsten Theil, und überhaupt trägt der Städter auch wieder hierin das meiste zur Theurung bey.

Was das Geflügel belangt, so ist es schon der Haushaltungskunst widersprechend, in der Erziehung und Mästung desselbigen einen Gewinn zu suchen, indem bekanntlich die tägliche Fütterung mehr kostet, als die wenigen Pfenninge Überlös an Gewinn eintragen.

Daß das Schmalz, beynahe die ansehnlichste Rubrik in der Haushaltung, im möglichst hohen Preis stehe, und diesen auch behaupten werde, hierüber wird sich Niemand mehr wundern, der das unsägliche Consumo an Milch berechnet, welches zu dem grundverderblichen Caffeetrank verbraucht wird.

Das Rindvieh verdient eine besondere Betrachtung. Gewiß ist es, daß diese Gattung von Erzeugniß den äusserst hohen Wehrt erstiegen habe, und daß diese Rubrik den Städter eben so hart, als die Fruchttheurung drücke. Daß aber drey Classen vom Bauerstand, mithin wohl drey Viertheil von diesem Stand