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verliere, völlig aus ihrem Beruf trete, folglich sich, ihren Gatten, und ihre Kinder unglücklich mache.

In ältern Zeiten hat man im ländlichen Beamten-Hause frühe eine nach Verschiedenheit der Jahrszeit abwechselnde Suppe genossen; jetzt ist der Caffeehafen Tag und Nacht beym Feuer, hiezu noch genommen a) den haut gout in Speisen, b) die fremden Weine, c) meistens Equipage, oder d) wenigstens noch einen Bedienten, so darf man nicht mehr fragen, woher das Verderbniß rühre, und warum es allgemein werde, da es von dem Beamten der Schultheiß, von diesem der Schulmeister, und sofort einer von dem andern abwärts lernt, bis endlich das einreißende Übel sich bis auf den Taglöhner ergießt.[1]


  1. Man bittet sehr diesen Punct sorgfältig zu beherzigen: von dem Beamten bis zur niedrigsten Classe. Daraus entstehen die Schleichwege bey der Gemeinds-Rechnungs-Verhör, die Diäten für die sonst gewöhnliche Mahlzeit und die Mahlzeit dazu. Ein Bauer – man kann erforderlichen Falls Mann und Amt, wo es geschah, nennen – schalt den Schulzen seines Wohnorts, den er auf solchen Schleichwegen in der Gemeind-Rechnung ertappt hatte, einen ungerechten Haushälter, einen Mann, der an dem Verderben der Gemeinde arbeite.