Seite:Betrachtungen über den Aufsatz von den Ursachen der Theurung aller Lebensmittel, besonders in dem Fränkischen Reichskreise, in des 2ten Bandes 3ten Hefte dieses Journals.pdf/28

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

Höret und merket dieses ihr noch gute alte Teutsche unseres lieben Fränkischen Kreises, haltet euch vest, recht vest, an eure gute, zur Bevestigung des Wohls für eure Kinder unvermeidlich nöthige Sitte, an eure einfache Tracht, Lebensart, und Kinderzucht. Ihr aber, die ihr bereits mit dem Strom moderner Stutzer dahin gerissen seyd, euch soll euer wachsamer Principal, so wie das ganze Land, auf das einfache zurückführen. Geschiehet dieses, und wird zugleich der Städter in sein Geleise zurückgewiesen, so weiß ich gewiß, daß ihr in dem geseegneten Frankenland gewiß keine so lauten Klagen mehr über den hohen Victualien Preis führen werdet, indem, die Sache beym Licht betrachtet und im Durchschnitt genommen, diese Ausgabe


    [326] Geradezu konnte es der Schultheiß nicht läugnen, er wendete sich also an die Frau Amtskellerin. Diese wußte – freylich aus erheblichen Gründen – es bey ihrem Manne, dem Amtskeller, dahin zu bringen, daß der Befehl kam, den Bauer, der mehr sah, als er hätte sehen sollen, einzustecken. Der Bauer erwiederte seinem gestrengen Herrn Amtskeller: untersuchen sie erst, ob ich Wahrheit geredet habe oder nicht. Ists nicht wahr, so unterwerfe ich mich jeder Strafe. Mit dieser Erklärung, so gerecht sie war, war aber dem Herrn Amtskeller nicht gedient. Die Untersuchung zu umgehen wandte er sich also an den Bauer mit den Worten: laßt euch eben einstecken, es thut euch ja weiter nichts – O tempora, o mores!