Seite:Beytrag zur Geschichte der Hexenprocesse in Franken.pdf/2

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1590 den 13 Januarii hat man angefangen zu Ellingen die Hexen und Unhulden in Verhafftnus zu nehmen, und hernach zu verbrennen.

Den 28 Januarii hat man 8 Unhulden lebendig verbrennt, darunter die Wirthin daselbst wahr, vnnd auch eine Hebamme. Was sie begangen und vor großes Ubel gestifftet, zeigen ihre Uhrgichten ann.

Den 7 Martii hat man wieder 12 Unhulden verbrennet. Darunter des Secretarien Weib unnd die Burgermeisterinn gewesen, dieselben zwo hat man erstlich strangulirt und verbrennet. Die andern 10 aber sind lebendig verbrannt worden.

Den 2ten Aprilis hat man abermals 11 Unhulden vnnd eine Katzen zu Ellingen verbrennt.

Den 14 Maji hat man abermals 18 Unhulden erstlich strangulirt und nachmals verbrennt.

Den 28 Maji wurden zu Abenbergk hinder Schwabach 6 Unhulden von der Aistetischen Herrschaft verbrennet.

Den 10 July hat man abermals in Ellingen 22 Unhulden erstlich strangulirt und nachmals mit einander verbrennet.