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Liste.png Jeremias Gotthelf: Die schwarze Spinne. In: Bilder und Sagen aus der Schweiz, Band 1

O Mensch faß in Gedanken,
Drei Batzen gilt z’Pfund Anken.
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Gott gibt dem Menschen Gnad,
Ich aber wohn’ im Maad.
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In der Hölle, da ist es heiß,
Und der Hafner schafft mit Fleiß.
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Die Kuh, die frißt das Gras,
Der Mensch, der muß ins Grab.
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Neben den Käse stellte sie die mächtige Züpfe, das eigenthümliche Berner Backwerk, geflochten wie die Zöpfe der Weiber, schön braun und gelb aus dem feinsten Mehl, Eiern und Butter gebacken, groß wie ein jähriges Kind und fast ebenso schwer; und oben und unten pflanzte sie noch zwei Teller. Hochaufgethürmt lagen auf denselben die appetitlichen Küchlein, Habküchlein auf dem einen, Eierküchlein auf dem andern. Heiße dicke Nidel stund in schön geblümtem Hafen zugedeckt auf dem Ofen und in der dreibeinigen glänzenden Kanne mit gelbem Deckel kochte der Kaffee. So harrte auf die erwarteten Gevatterleute ein Frühstück, wie es Fürsten selten haben und keine Bauern auf der Welt als die Berner. Tausende von Engländern rennen durch die Schweiz, aber weder einem der abgejagten Lords noch einer der steifbeinichten Ladies ist je ein solches Frühstück geworden.

„Wenn sie nur bald kämen, es wäre alles bereit, seufzte die Hebamme. Es geht jedenfalls eine gute Zeit, bis alles fertig ist, und ein jedes seine Sache gehabt hat, und der Pfarrer ist grausam pünktlich und gibt scharfe Verweise, wenn man nicht da ist zu rechter Zeit.“ „Der Großvater erlaubt auch nie das Wägeli zu nehmen,

Empfohlene Zitierweise:
Jeremias Gotthelf: Die schwarze Spinne. In: Bilder und Sagen aus der Schweiz, Band 1. Jent & Gaßmann, Solothurn 1842, Seite 7. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Bilder_und_Sagen_aus_der_Schweiz_I.pdf/11&oldid=- (Version vom 31.7.2018)