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Seite:Cornelius Gurlitt Kunstdenkmäler Dresden Neustadt 1904.pdf/104

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Laut der Kirchenbaurechnung waren unter Anderen am Bau beschäftigt; Hofzimmermeister Matthes Schumann in Dresden, die Steinbrecher Matthes Tiebel und Peter Schulze in Beerwalde, „brachen den felsigen Grund aus“, Steinmetz Johann Albrecht Eckhardt, Maurermeister Mertens Möser, die Stukkateure Giov. Materno, Domenico Galli und Antonio Trenello, der Glockengiesser Andreas Herold, der Kupferschmied Tobias Bertram, der Nadler Michel Schober, der Klempner Christoph Fleischer in Dresden, der Kannengiesser Caspar Scheidereisser, der Bildhauer Heinrich Krockner fertigte die Rahmen zum Altar, eine Krone über die Kanzel, zwei Malteser Kreuze und vier Gesprenge in die Dachungen, die Hoftischler Christian Hennemann und Michel Bilz. Die Säulen drechselte Gottfried Müller in Dresden. Weiter wurde beschäftigt der Hofschlosser Michel Lohse, der Glaser Samuel Wildenhain, die Schmiede Hans Haubold in Eisenberg und

Fig. 99. Moritzburg um 1680, Ansicht von Süden.

Georg Häbold in Coswig. Der Hofmaler August Schumann vergoldete die Fahnen und strich die Fenster. „40 fl. an Maler Friedrich Schreivogel, von einer Fassung um das grosse Stück oben am Gewölbe in der Capelle, welches der Oberhofmaler Johann Fink verfertiget, von 28 Ellen in der Länge und 1/2 Elle in der Breite von Gold und Blau zu machen incl. 10 fl. für Vergüldung des Lorbeerkranzes auch das güldene Astragali umb das grosse Gemälde in der Kirche.“ „114 fl. 6 gr. – ₰ oder 100 r. „an Johann Fincken, Oberhofmaler, von dem grossen Stücke Oval-Decken-Malerei in der Kirche, welches der vorher übergebenen Bezeichnung nach in der Länge 91/2 Ellen und Breite 6 Ellen in sich hält, von Oehlfarben zu verfertigen.“ Seilerarbeit lieferte Georg Fuchs, Büttnerarbeit Michael Pidig in Radeburg und Georg Dietrich in Gävernitz.

Die oben erwähnte Denkmünze zeigt auf dem Avers einen Obelisk, an dem der Namenszug J. G. 2 zwischen den Schwertern und Palmzweigen befestigt und