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Seite:Cornelius Gurlitt Kunstdenkmäler Dresden Neustadt 1904.pdf/146

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Der obere Theil eines Ofens, gebrannter Thon, obeliskartig durchgebildet, von quadratischer Grundform, unten 75 cm breit, 240 cm hoch. Ausgesprochene Empireformen der Zeit um 1800. Der Ofen steht seit einigen Jahren im Garten und ist bereits stark beschädigt.

Mittlere Bergstrasse Nr. 88. Altfriedstein. Schlichtes, 1740 erbautes Wohnhaus mit einem 1,80 m im Innern breiten Dachreiter. Ausserdem ist noch ein Glockenspiel angebracht, mit drei schüsselförmigen Glocken. 1902 theilweise umgebaut.

In diesem eine Glocke, 27 cm hoch, 55 cm im unteren Durchmesser, von gedrückter Form, am Halse bez.:

Anno 1745 goss mich Johann Weinhold.

An der Bergseite eine Futtermauer mit drei Bogenstellungen in der mittelsten, ein kleines Brunnenwerk (Fig. 138) aus der Zeit um 1790. In dieser ein kleiner wasserspeiender Delphin und ein einfaches Becken, darüber ein fächerartiges Ornament.

Fig. 136. Niederlössnitz, Friedstein, Grundriss.

Moritzburger Strasse Nr. 23, Pfarrtöchterheim Neufriedstein.

In der Achse des Lusthauses gelegenes Weinberghaus von stattlichen Abmessungen, vor der Südfront ein klassicistischer Säulenvorbau. Treppen führen von hier herab bis auf die Friedrichstrasse. Mehrfach umgebaut und erweitert.


d) Weitere Bauten.

Obere Bergstrasse Nr. 62, Bad-Hôtel. Vor der Hausthüre wie im Wirthschaftsgarten sind aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts

Fig. 137. Niederlössnitz, Friedstein, Kamin.

stammende Kinderfiguren, in Sandstein, aufgestellt, und zwar Malerei mit Palette und Leinwand, Bildhauerei mit Büste, Herbst mit Wein, Winter mit Pelz und Kohlenbecken. Diese vier ca. 1 m hoch. Fischer mit einem Fisch, Hirt, ein Lamm tragend, zwei Schnitter mit Aehren und ein Tuch über den Kopf haltend. Diese etwas kleiner.

Ferner eine originelle Sonnenuhr in Sandstein.

Im Hofe des stattlichen, aber völlig umgebauten Grundstückes die Inschrift MDCCXCI.