Seite:Dämon Rache.pdf/56

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„Laufen lassen …,“ wiederholte er … „Hat mir erklärt, es handele sich wohl nur um Gauner, die hier stehlen wollten … Ich solle ihm doch die Beweise dafür nennen, das die drei gemordet hätten … – den früheren Kapitän … – Beweise?! Woher?! – Ja, eine total verfahrene Geschichte, mein Alter … Total verpfuscht – von mir! Mein Gang hier nach Gülderhall war eine Dummheit. Ich hätte damit rechnen müssen, daß man mir auflauern würde …“ – Er schaut zerstreut im Zimmer umher … „Natürlich hat der Prinz sich bei mir entschuldigt, daß man mich verkannt und eingesperrt hatte … Redensarten!! Diesen Leuten ist nicht beizukommen, und …“

Sein Blick wird lebendiger … Sein Blick ruht auf Lia Manaras Photographie … Seine Züge, seine Gestalt straffen sich …

Und ich erkläre rasch: „Auf der Rückseite steht etwas geschrieben … Vielleicht …“

Er hat das Bild schon in der Hand, liest …

„Komm, mein Alter,“ sagt er mit jener abgeklärten Ruhe, die ihn nur so selten verläßt. „Komm, nun wollen wir den im Salon versammelten Herrschaften beweisen, daß wir doch nicht so ganz begriffsstutzig sind … Diese Inschrift hat mich den Weg zum Kern dieses widerspruchsvollen Problems finden[1] lassen …“

Ich taste mit unsicheren Blicken in seinem Antlitz … Verstehe nichts von alledem – nichts von dieser jähen Änderung seiner Gemütsverfassung …

Schreite hinter ihm drein … Die Marmortreppe empor … In den ersten Stock … Er klopft an eine der hohen Türen … Dann werde ich der Duchessa und der Prinzessin vorgestellt … Der Herzog Tragana ist nicht anwesend …

Harst wendet sich an die Duchessa, nachdem wir Platz genommen haben …

Beginnt …




  1. Vorlage: fin- (Wort unvollständig)
Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Dämon Rache. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1926, Seite 56. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:D%C3%A4mon_Rache.pdf/56&oldid=- (Version vom 31.7.2018)