Seite:Dämon Rache.pdf/62

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Tiefe Stille nach dem raschen Peng-Peng der Schüsse … Nur ein aufgeregter Schwarm von Krähen kreist über uns, und des Knaben heiseres, weinerliches Stimmchen fleht um rasche Hilfe …

Wir hinab in die Schlucht, wo der eine Tote liegt …

Unschwer klimmen wir dann zum Höhleneingang empor … Der erschöpfte Knabe sinkt Harst aufschluchzend in die Arme … Armer, kleiner Kerl …!! Aber er beruhigt sich schnell … Wir besichtigen die kleine Grotte, in der die Verbrecher das Kind eingesperrt gehabt hatten … Sehen das Lager von Decken und Laub, sehen daneben die Reste von Zwieback auf einem Teller … Armer kleiner Bursche …!! Kein Wunder, daß er so blaß und matt …!

Dann – Rückmarsch nach Gülderhall, nachdem wir uns noch überzeugt haben, daß auch die beiden anderen oben am Schluchtrande für alle Zeit stumm sind …

Harst trägt den Knaben …

Ich führe den Hund … Und gegen fünf Uhr sind wir wieder im Schlosse …

Die Damen nehmen sich des Kindes an. Wir sitzen mit dem Prinzen in dessen Arbeitszimmer, jetzt gut Freund, erörtern alles nochmals bis ins einzelne …

Und dabei erklärt Hoheit mit stiller Bewunderung:

„So sind Sie doch wieder Sieger geblieben, lieber Herr Harst … Und – – wir die Unterlegenen! Denn nun wird die Welt alles erfahren, und ich werde vor der Polizei zu Protokoll geben müssen, wie dieser Hochstapler mich mit höhnenden Redensarten gereizt hat, bis ich … ihn mit der Kaminkrücke niederschlug … Alle Zeitungen werden diese Vorgänge breittreten und …“

„… Was sich nicht vermeiden läßt, Hoheit,“ warf Harald ein … „Unser Feuergefecht mit den drei Verbrechern ist nicht nur gehört, sondern auch von einem Forstbeamten aus einiger Entfernung beobachtet worden. Der Mann schlich uns nach …“

Ich machte hierzu ein recht verdutztes Gesicht …

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Dämon Rache. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1926, Seite 62. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:D%C3%A4mon_Rache.pdf/62&oldid=- (Version vom 31.7.2018)