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zů verliehen, waz wir in zu rechte verliehen solten, des wir ouch von fursten und von herren, unsern und des reichs getrewen, untirweiset sein, daz wir daz billich und zů recht ze tůn pflichtig weren, des haben wir dem obgenanten marggraven Ludowigen und sinen bruedern dieselben marke geliehen, als wir důrch untirweisung der fuersten und der herren zu recht tůn solten, und haben in des beiden siten einen namhaftigen tag bescheiden gein Nurenberg. Und wes uns doselbest noch ir beider rede und bewisung die fuersten und herren, unsir und des reichs getrewen, die billich darumb dirkennen und sprechen, umb alle Sachen beweisen und bescheiden, dem wellen wir gentzlich volgen, und wer uns doselbst fuer einen marggrafen von denselben fuersten und herren benennet, beweist und geben wirt, den wellen wir dabey lazzen und behalden, als wir unsern und des reichs fuersten billich und zů recht ze tun pflichtig sein.

Geben zu Prage, des nehesten mantags nach dem heiligen ostirtage, im vierden iar unsir reiche.

Aus dem Original im Stadtarchive zu Berlin gedr: Fidicin diplom. Beiträge II. 45; auch Küster Berlin IV. 10; Riedel cod. dipl. Brand. II. 2. 296—297. — Vergl. Böhmer regg. Karls IV. no. 1249.


886.

1350. April 18. Nürnberg. König Karl IV genehmigt und billigt, dass die Bürger von Spandau sich von dem angeblichen Markgrafen Waldemar, zu dessen Anerkennung sie durch den Erzbischof von Magdeburg, die Herzöge von Sachsen, sowie durch die Grafen Albrecht II und Waldemar I von Anhalt bewogen worden sind, ab- und dem Markgrafen Ludwig wieder zuwenden.

Wy Carl von Gots gnaden zu allen zeiten merer des reichs und kunig zu Behem — tun kund openbar mit diesem briwe allen den, die in sehent, horent oder lesent, det uns de rat und die burger von Spandow erboden hebben bey enem ihrer burger, der Kolen genant is, dat sie von anweisunge wegen der herren und fuersten hern Otten erzbischoff zu Meydeburch, hertogen Rudolfs des alden von Sassen und von hertogen Rudolfs des sun von Sassen und von Albrechts und Woldemars greven zu Anhalt und auch von sameliger stete in der marche dazu bracht weren und wanten, das der sich nennet Woldemar markgrave zu Brandenburg, marckgrav Chunrad zu Brandenburg seligen sun were und das sie sich mit iren briven und insiegeln verbunden hetten, by in zu bleiben, doch in der bescheidenheit, das die vorigen herren fuersten und auch samelige stete in der march in an iren briven gelobt hetten, das sie sie von iren rechten herrn marckgraven Ludewigen zu Brandenburg abebringen wollten mit minne oder mit den rechten, und sintdenmalen das das nicht geschehen is und das erfaren haben kundlich, das der sich nennet marckgrav Woldemar, marckgraven Chunrad zu Brandenburg seligen sun nicht ist, so sind si wieder an ihren rechten herrn marckgraven Ludewigen zu Brandenburg, unsern lieben fursten und oheim, getreten, daran si recht erlichen getan haben und sie darum nyemand mag verdenken. Und welche andere stete in der marche, die an den ungelaiben getreten seyn, auch sich erkennen und wieder an ihren

Empfohlene Zitierweise:
Diverse: Codex diplomaticus Anhaltinus/Band 3. Dessau: Emil Barth, 1877, Seite 632. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:DE_CDA_3_632.jpg&oldid=3496069 (Version vom 9.3.2019)