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vorgen rechten herrn markgraven Ludewigen zu Brandenburg keren, die tun recht und erlichen daran, und ob sie iemand einerley geluebd oder verpuntnize, das sie von dem egenannten Ludwig markgraven zu Brandenburg gekert weren, getan haben, und dieienigen abeseyn, und mag sy nymand darumb verdencken, darumb das das vor uns in gericht bezeugt ist kundlich, das der vorgenante Woldemar markgraven Chunrads zu Brandenburg seligen sun nicht ist, mit urkund dis brives, der geben ist zu Nueremberg, nach Christi geburt dreyzehnhundert und funfzig iar, an dem nechsten suntag vor sanct Georgen tag, im vierten iar unserer reiche.

Gedr: Dilschmann dipl. Gesch. von Spandau 141; Riedel cod. dipl. Brand. I. 11. 40. — Vergl. Böhmer regg. Karls IV. no. 1268.


887.

1350. April 18. Markgraf Waldemar von Brandenburg, Herzog Rudolf II von Sachsen und die Fürsten Albrecht II und Waldemar I von Anhalt verweisen die Altmark zur Pfandhuldigung an den Erzbischof Otto von Magdeburg.

Wir Woldemar tzů Brandebůrg, tzů Lusicz unde tzů Landisberg markgrebe unde obirste kemerere des Romischen richs unde wir Rudolph der iŭnghere hertzůge tzů Sassen, Albrecht unde Woldemar brodere fůrsten tzů Aschanien unde greben tzů Anhalt don kŭnt uffenliche in disseme bribe den mannen, landen unde den steden Stendal, Saltwedel beyden steden, Gardelegen, Sehusen, Tangermunde, Osterbůrg, Werben unde Sandow, daz wir gebeden unde bevolen habin den erbern bescheyden luten her Conrade von Eychtstede rittere, Gŭnther unde Guntzelin von Bertinsleven unde deme rade tzů Tangermůnde, daz dyselben man, lant unde stede deme erwerdigen in Gode vatire unsirme herren ertzebiscofe Otten des heyligen goddeshuses tzů Magdeburg unde sime gotteshuse sullen hulden tzů sinen phenningen, alse wir unse bribe darobir eme gegebin haben, also langhe bis daz wir sye von eme brengen unde losen myt liebe unde myt gŭnst. So sullin sye danne uns unde unsin erben eyne erfhuldunge don glich andern unsern mannen unde steden. Tzů orkŭnde desser vorbescrebener dinge haben wir unse ingesegele an dessen brief ghehenghet lazen, der da gegebin ist na Gottes bort dritteynhundert iar in dem vieftigesten iare, des sondages, als man sinkt Jubilate.

Aus dem Original im Staatsarchive zu Magdeburg, mit den an Pergamentbändern hängenden Siegeln der vier Aussteller, von denen dasjenige des Fürsten Albrecht II von Anhalt Taf. II. 2. und dasjenige des Fürsten Waldemar Taf. II. 5. abgebildet ist — Gedr: Gercken cod. dipl. Brand. IV. 493; Riedel cod. dipl. Brand. II. 2. 299—300.
Empfohlene Zitierweise:
Diverse: Codex diplomaticus Anhaltinus/Band 3. Dessau: Emil Barth, 1877, Seite 633. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:DE_CDA_3_633.jpg&oldid=- (Version vom 9.3.2019)