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der Abgeschiedenen, seine Entstehung, seinen Zugang, seine Bewohner und seinen Zweck!

Was scherte es mich, daß jetzt Dolores und Garzia wieder mit verbundenen Augen auf der Lichtung umhergeführt wurden, daß ihre Begleiter die beiden schließlich davonschickten, zurück zum Schoner …

Meine Gedanken kreisten … Tasten umher wie Spinnenbeine, die ins Leere greifen und doch einen Halt suchen, drehen sich rückwärts, beschwören Vergangenes herauf, zaubern mir das Abenteuer mit dem fanatischen Beter wieder vor die Seele. – – Die Goldmünze, den Scheiterhaufen, die stinkenden, verbrennenden Kopfhaare, das Erscheinen Arianes, unsere Flucht von der Klippe … Und all das fliegt vorüber wie ein überschnell gedrehter Film …

All das heißt:

Bergwerk der Abgeschiedenen!

Wenn irgend etwas imstande war, mich endlich vollends wieder Herr meiner selbst werden zu lassen, dann waren es eben die Aschfahlen, die jetzt, zu sechs Leuten die Kluft verlassend, mit einer umständlichen Eile auch anderswo mit ihren plumpen Sandalen Spuren hervorriefen, die, falls es Dolores und Garzia gelüsten sollte, etwa doch nach der Höhle zu suchen, die beiden in die Irre führen mußten.

Die Männer bewegten sich nicht lediglich auf der Lichtung, sondern erklommen die Anhöhen an verschiedenen Stellen, entschwanden mir aus den Augen, kehrten zurück, verursachten neue Fährten und trieben dies eine gute Stunde, obwohl ihr Bemühen, das mich wiederholt der Gefahr des Entdecktwerdens nahebrachte, im Grunde unsinnig blieb.

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Bergwerk der Abgeschiedenen. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1931, Seite 114. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Bergwerk_der_Abgeschiedenen.pdf/114&oldid=3176189 (Version vom 30.6.2018)