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„Es ist ein Glückszufall, Pi …! Keine dumme Sache. Ich sagte Ihnen ja, daß die Inder den Motor der Pinasse in der Wassergrotte gründlich überholen und mindestens noch zwei Tage brauchen, um ihn wieder zusammenzusetzen. Wir werden uns der Begum bemächtigen und Leslie gegen sie austauschen.“

Wir saßen in unserem Heckverschlag, das erste Tageslicht traf Pis[1] Gesicht, und der Blick, den er mir jetzt zuwarf, war einer von jener Art, die ich nicht liebte: Anmaßend, geringschätzig, halb bedauernd.

„Fragen Sie doch, Miß Kosima“, meinte er vorsichtig …

Seine Bemerkung ließ die Wahrheit in mir aufdämmern.

Ich packte seine Hand.

„Pi, – – weshalb Kosima?!“

Unsere niedliche gefärbte Mulattin wäre vielleicht noch nicht erwacht, aber Mr. Black, stets ein Frühaufsteher, kam nun zwischen den Vorhängen der Bugkabine hervorstolziert, flatterte krächzend auf den Bordrand[2] und begrüßte uns mit einem gedämpften: „Idiot – – großer Idiot!“

Das laute Schreien hatten wir ihm abgewöhnt. Mochte unser grünes Versteck in den Ästen des entwurzelten großen Mahagonibaumes auch leidlich sicher sein, Blacks Wortschatz hätte uns verraten können.

Durch seine Begrüßung, die er bei einiger Höflichkeit besser in „Guten Morgen“ umgestaltet haben könnte, erwachte auch Kosima und war rascher bei uns, als mir lieb.

„Niemand beobachtet den Schoner mehr, –

  1. Vorlage: Pi’s, siehe Seite 25.
  2. Vorlage: bBordrand
Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Bergwerk der Abgeschiedenen. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1931, Seite 117. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Bergwerk_der_Abgeschiedenen.pdf/117&oldid=3176192 (Version vom 30.6.2018)