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15. Kapitel.
Jules Verne wird widerlegt.

… Die Begum Ariane ist doch nicht mehr so jung, als ich vermutete. Damals auf der Robinsonklippe und während der Gerichtsszene in der Höhle war die Beleuchtung für sie günstiger, als hier in der Heckkajüte, wo das kalte, elektrische Licht ihre Züge unbarmherzig der Zahl ihrer Jahre – es mögen vierzig sein – anpaßt.

Das stolze, verschlossene Gesicht ist freudig belebt, und ihre friedlichen Sätze klären unsere Stellung ihr gegenüber noch hoffnungsfreudiger, als ich erwartet hätte.

„Nehmen Sie bitte Platz …“

Kosima rückt eng an meine Seite, ihr liebes Gesichtchen strahlt, die Sammetaugen schimmern feucht vor innerer Erregung. Ihre Hand stiehlt sich scheu in meine Finger.

Pi legt aus Höflichkeit mit grämlicher Miene seine Pfeife weg und setzt sich behutsam in einen der kleinen Sessel.

Die Kabine mit ihrer kostbaren Holztäfelung, den Wandleuchtern und den gediegenen, zierlichen Möbeln gleicht einem Schmuckkästchen.

Die Begum Ariane lehnt an dem Schreibtisch, den ich jetzt benutze, ein winziges Möbel, etwas unbequem für so lange Arme, wie ich sie habe.

Die Begum hält Arthur Gardeners Testament in der herabhängenden Rechten, und ihre ersten Sätze gelten Leslie.

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Bergwerk der Abgeschiedenen. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1931, Seite 138. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Bergwerk_der_Abgeschiedenen.pdf/138&oldid=3176248 (Version vom 30.6.2018)