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Pi und ich kehrten allein zu unserem „Mac Intock“ zurück, um dort zu nächtigen, meine kleine Freundin blieb Arianes Gast.

Am Vormittag waren wir wieder vereint und sahen nun auch, daß der durch Gestrüpp und dichte Schlingpflanzenvorhänge verdeckte Eingang zur Wassergrotte unweit der Einfahrt in jene Bucht lag, in der der Schoner weiter drinnen ankerte. Dolores und Garzia hätten also mit dem „Libertas“ niemals entwischen können.

Mittags begannen die Vorbereitungen zur Reise nach Nordwest, zu den „Schlafenden Walen.“

– – Wir sind unterwegs, und ich habe lediglich noch das Schlußwort dieses meines Abenteuers zu schreiben – später, wenn es beendet ist.

Und wenn es beendet ist, wird auch der kurze Traum meiner stillen Neigung zu einem tapferen Mädel ausgeträumt sein. Wohin mich dann ein neuer Weg führt, – ich weiß es nicht.

Vorläufig habe ich Kosima noch in der Nähe.

Und auch den alten braven Bratapfel Pi, der dort auf der Bank schläft, neben sich auf einer Sessellehne Mr. Black, der zuweilen im Schlafe sanft krächzende Töne ausstößt und sich vielleicht nach Kosima sehnt, die ihn so sehr verwöhnt … –

In unserem Kielwasser läuft der schmucke Schoner, der nun sehr bald die Inder mit Weib und Kind und mit ihrer Herrin in ihre ferne Heimat am heiligen Ganges tragen wird … –

Ich schließe vorläufig …

Ich denke: Jules Verne ist übertrumpft!

Und meine Augen sehen Nena Sahibs Ölgemälde über dem Schreibtisch.


Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Bergwerk der Abgeschiedenen. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1931, Seite 146. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Bergwerk_der_Abgeschiedenen.pdf/146&oldid=3176256 (Version vom 30.6.2018)