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gehandhabt hatte, mußte sogar dem alten Bratapfel imponieren.

„So ganz unübel bist du doch nicht“, meinte Pi, schon wieder mit seiner unvermeidlichen Pfeife beschäftigt. „Aber von dem Blecheimer, der da draußen mit dem weißen Lappen innerhalb der Riffe treibt, laß nur deine feinen Fingerchen weg, du kleiner Kater! So, wie ich die Schufte beurteile, wird in der sogenannten Boje wohl kaum Marmelade liegen, sondern irgend ein höllischer Sprengstoff. Mr. Olaf, rudern wir beide mal hinaus …“

Es war tatsächlich ein mittelgroßer Marmeladeneimer mit einem festschließenden Deckel, und zwischen Deckel und Eimerrand hatte man noch Leinwand geklemmt, um die Geschichte gründlich abzudichten. Auf dem Deckel war ein Stab angebracht, an dem der weiße Fetzen flatterte.

Pi betrachtete die hin und her schaukelnde Boje äußerst mißtrauisch, bis sie sich so weit drehte, daß wir das bunte Papierschild des Eimers mit seinem Firmenaufdruck lesen konnten.

Pi fluchte. „Das ist ja eine Blechdose der Marmeladenfabrik in Merida …! Und der „Caballero“ hatte für die Besatzung dreißig solcher Eimer an Bord! Sollte etwa …?!“

Ich verstand ihn nur zu gut!

Trotzdem blieben wir vorsichtig, drückten unser Boot wieder bis auf dreißig Meter Entfernung von der verfänglichen Boje zurück und feuerten versuchsweise eine Kugel hindurch. Dann erst holten wir das Ding, öffneten den Deckel und fanden innen … meine beiden Briefe sowie zwei Zettel – der erste vom Kapitän des „Caballero“ lautete:

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Bergwerk der Abgeschiedenen. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1931, Seite 32. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Bergwerk_der_Abgeschiedenen.pdf/32&oldid=3176277 (Version vom 30.6.2018)