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4. Kapitel.
Leslie Wodstons Verschwinden.

Kosimo hat uns dann die Zettel vorgelesen und uns dazu folgende Mitteilungen gemacht, an deren Wahrheit ich übrigens von vornherein stark zweifelte und noch heute zweifele, wo ich, am Steuer des Bootes sitzend, auf den Knien mit einem Brett als Unterlage eifrig schreibe und die halb verhüllte Laterne nur gerade mein Papier beleuchtet, denn – wir müssen überaus vorsichtig sein, die Erdfahlen, die Untertanen der Begum von Indra, haben uns bereits übel genug mitgespielt, und der bewußte Zettel der Fürstin war keine leere Drohung.

Doch – eins nach dem andern …

Kosimos Erzählung

Ich bin in der Stadt Coban im Staate Guatemala geboren, bei einem der häufigen Erdbeben kamen meine Eltern ums Leben, ich wurde in einer Mission erzogen, lief jedoch davon und habe mich als Knabe in Merida, der mexikanischen Stadt in Nordyucatan, mit Verkauf von Früchten, Zeitungen und Süßigkeiten durchgeschlagen.

Mit fünfzehn Jahren – wahrscheinlich bin ich heute achtzehn Jahre alt, obwohl weder Jahr noch Tag meiner Geburt feststehen – lernte ich in Merida einen jungen Engländer kennen, den Sohn des dortigen Konsuls, und Leslie Wodston verschaffte mir eine Stellung im Hause seines Vaters. So erlernte ich so ziemlich alles, was ein Diener wissen muß.

(Ich möchte hier einschalten, daß ich Kosimos

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Bergwerk der Abgeschiedenen. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1931, Seite 38. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Bergwerk_der_Abgeschiedenen.pdf/38&oldid=3176283 (Version vom 30.6.2018)