Seite:Das Bergwerk der Abgeschiedenen.pdf/42

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Nachricht den Wogen überliefern. Einzelheiten will ich diesem Zettel nicht anvertrauen, da ich fürchte, die Leute, die mich streng bewachen und mich nur selten droben frische Luft genießen lassen, könnten den Zettel finden. Ich bitte den Finder dieser Hülse, meinen Freund Kosimo, einen Mulatten im Hause meines Vaters …

(An dieser Stelle stockte Kosimo beim Vorlesen so auffällig, daß ich bestimmt annehme, er hat hier den wahren Text geändert).

… zu benachrichtigen und die Reise bis Merida nicht zu scheuen. Meine Befreiung wird nur nachts bei Ebbe inmitten der flachen Riffe der Untiefe gelingen, wenn der Turm emporsteigt. – Ich schreibe dies mit Lampenruß und Speichel. Der Zettel ist gefüllt, vorläufig habe ich nicht mehr Papier als dieses. –
Leslie Wodston.

Nach langem Grübeln entschloß ich mich nun, zunächst ein Schiff zu suchen, das von einem Yucatan-Hafen bis in die Nähe der Untiefe fährt. Von einer Benachrichtigung des Vaters Leslies nahm ich Abstand, da dieser durch den Verlust des Sohnes schwer erkrankt war. Ich fand schließlich durch einen glücklichen Zufall in Zaporra den Dampfer „Caballero“, der, wie ich ermittelt hatte, eine einsame Klippe nordwestlich der Untiefe aufsuchen wollte.

Auf diese Weise bin ich hierher gelangt, Mr. Abelsen, und Sie kennen nun die Gründe, die mich bewogen, mich in dem Boot mit einem Bündel zu verbergen.

Welchen tiefen Eindruck es auf mich machte, als Sie mich in Ihr Vorhaben, die Erdfahlen zu

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Bergwerk der Abgeschiedenen. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1931, Seite 42. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Bergwerk_der_Abgeschiedenen.pdf/42&oldid=3176286 (Version vom 30.6.2018)