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10. Kapitel.
Die schlafenden Wale.

Chang Pi, Expirat, Hausmeister des Lagunenheims Mac Intocks, hatte ein sanftes Feixen um den eingefallenen, verschrumpelten Mund mit den dünnen Lippen.

So empfing er mich am Heck, den Ölhut weit ins Genick geschoben, die Pfeife schon wieder im Munde, und die linke Backe wie immer durch den Priem aufgebläht, als ob er Kaugummi lutschte.

Pi muß entschieden einen Patentmagen haben. Essen tut er wenig, Nikotin ersetzt ihm den Alkohol, wenn Pi einmal stirbt, dürfte dieser mit Tabaksaft getränkte Körper von selbst Mumie werden, und eine Sektion durch ein Ärztekonsilium würde überraschende Ergebnisse haben, alle Warnungen der Herren Doktoren würden widerlegt werden, denn Pi, nikotinverseucht, ist kerngesund.

Pi feixt nachsichtig.

„He, Mr. Olaf, wie geht es ihr?!“

Ihr!!

Das sagt alles.

„Wann haben Sie es bemerkt?“, frage ich so obenhin, als ob ich Kosimas Geheimnis längst durchschaut hätte.

Chang Pi, dieses Ekel, grinst jetzt so recht frech.

„Jedenfalls früher als Sie, Mr. Olaf, – wenigstens hegte ich einen gewissen Verdacht, der bereits begann, als Kosimo sich zum ersten Male bückte

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Bergwerk der Abgeschiedenen. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1931, Seite 88. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Bergwerk_der_Abgeschiedenen.pdf/88&oldid=3176358 (Version vom 30.6.2018)