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Auch trinken …“ Und er deutete auf die Kiste mit den Kognakflaschen.

„Das „Mistre“ war dem guten Coy nicht abzugewöhnen. Möglich, daß er auf der amerikanischen Missionsstation, wo er als Junge zwei Jahre Unfug getrieben und von wo er dann ausgekniffen war, irgendwie etwas von Maestro hatte läuten hören. Jedenfalls – „Mistre“ war unausrottbar, und genauso fest eingewurzelt war bei ihm der hypochondrische Gedanke, er leide an Spulwürmern, die sich nur durch Sprit in irgendeiner Form vertreiben ließen.

Ich war so roh, die zarte Anspielung auf einen Schluck gebrannten Wassers zu überhören, befolgte jedoch im übrigen Coys Mahnung und rauchte gleichfalls.

Unsere Strandung auf der einzelnen Klippe hier in den Kanälen wäre nun ja fraglos weit weniger harmlos gewesen, wenn das Wetter kalt, windig und regnerisch gewesen wäre, was ja eigentlich hier im Magelhaens-Archipel die Norm ist. So jedoch konnten wir eben getrost abwarten, bis die Ebbe das Riff freilegte und wir das Boot wahrscheinlich trockenen Fußes von dem merkwürdigen Anker herabheben könnten.

Coy rauchte wie ein Fabrikschlot. Und seine Freunde Chico und Chubur desgleichen. Es war ein Jammer, wie Jörnsens tadellose Zigarren hier geradezu gefressen wurden.

Coy erzählte … Er war ein unglaublicher Schwätzer und Aufschneider. Er meinte wohl, ich hätte von den Dingen und Verhältnissen hier unten am Ende der Welt keine Ahnung.

„Du lügst, Coy,“ warf ich ein, als er mir genau schilderte, wie ein Walfisch mal weiter

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Geheimnis des Meeres. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 10. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Meeres.pdf/10&oldid=- (Version vom 30.6.2018)