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11. Kapitel.
Der tote Wal.

Sollte diese meine kunstlose Niederschrift meiner Abenteuer, sollten diese schriftstellerischen Versuche eines Nichtschriftstellers, die keinerlei Anspruch auf „inneren Gehalt“ erheben, jemals Leser finden – sollte also die Geschichte des Loches im Ozean, auf den Titel bin ich äußerst stolz, obwohl Coy dazu den Schädel geschlackert hat, jemals von anderen als Coy, Chico, Chubur und noch ein paar Araukanern gelesen oder beim Vorlesen „verdaut“ werden, so werden diese anderen, falls sie nicht gerade eine der Walfangstationen im äußersten Norden Skandinaviens kennen, kaum eine ungefähre Vorstellung aus meinem Geschreibsel darüber gewinnen, was Coy und ich an diesem Vormittag auszuhalten hatten.

Ich erwähne die Walfangstationen absichtlich. Man riecht sie schon, wenn der Wind dem nahenden Schiffe entgegenweht, von weitem, auf Meilen. Von den erlegten Walen, man benutzt heute nur noch das Harpunengeschütz mit Sprengladung, wird ja nur die dicke Speckschicht abgeschält, um zu Tran ausgeschmolzen zu werden. Die Überreste, also eigentlich der ganze „magere“ Riesenfisch, wird dem Spiel der Wellen überlassen, treibt oft in der Nähe der Station an Land, verwest, stinkt … von diesem Gestank und dem ekelhaften Anblick eines solchen Kadavers von sieben bis

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Geheimnis des Meeres. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 127. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Meeres.pdf/127&oldid=3176547 (Version vom 30.6.2018)