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fünfzehn Meter Länge, den die Seevögel dauernd in Arbeit haben, könnte nur der sich ein zutreffendes Bild machen, der es mit eigenen Augen gesehen und mit eigener Nase gerochen hat. Jedenfalls ist jener Vormittag in meinen Erinnerungen der scheußlichste Punkt. Nur ein Punkt, nur ein Intermezzo. Und doch möchte ich’s nicht missen. Es gehört eben mit zu dem großen Kapitel „Mann sein“, das heißt, sich durch nichts unterkriegen lassen, selbst wenn sich der Magen umkrempelt und man nachher stundenlang Schnaps säuft, nur um die empörten inneren Organe zu beruhigen. –

Robbe spielen …

Ich machte es genau wie Coy, der vor mir herkroch. Also nur die Ellenbogen als Stütze und Fortbewegungsmittel und die Knie nur ganz wenig als Nachhilfe. – Die Fellkapuze, die den Robbenkopf darstellte, hatte natürlich Augenlöcher. So konnte ich dann, nachdem wir den faulenden Tangberg erreicht hatten, auch die Teile der Bucht überblicken, die mir bisher von der Höhle aus nicht sichtbar gewesen. Von einem Gebäude nirgends eine Spur, ebensowenig von einer Jacht oder auch nur einem Boote. Die Buchtufer zeigten mir nur tierische Bewohner. Doch halt, dort rechts nach Norden zu lag auf einer breiten Terrasse, die einigen Baumwuchs und ein paar Sträucher aufwies, ein Haufen Steine und verkohlte Balken. Ja – die Reste eines Hauses! Es stimmte. Das war aber auch alles. Im übrigen hatte ich auch gar keine Zeit, mich um andere Dinge zu kümmern, denn die wimmernden Rufe Chuburs, von dem ich bisher nichts sah, waren eine Ablenkung, die mich vollkommen in Atem hielten.

Der Tangberg war weich wie Butter und

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Geheimnis des Meeres. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 128. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Meeres.pdf/128&oldid=- (Version vom 30.6.2018)