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Näsler saß auf einem Stein, die Zigarre zwischen den Fingern seiner tadellos gepflegten schmalen Aristokratenhand. Wenn er den Kopf bewegte, leuchtete sein blankes Monokel jedesmal wie das Riesenauge eines Zyklopen auf.

Vor ihm auf einer Steinplatte der Spirituskocher, der dampfende Teetopf. Um diesen Stein herum griffbereit unsere Waffen, jetzt ein ganzes Arsenal, denn auch die Karabiner und Pistolen der vier Gefangenen waren hinzugekommen.

Und jenseits der bleiche Mensch, den Achim für die Triebfeder alles Schlechten hielt.

Achim blickte in die leckenden hellen Flammenzungen des Spiritus. Dann fragte er Leon, indem er ihn durchdringend ansah: „Was tun Sie hier?“

Ich merkte genau, daß Turido über diese Frage erstaunt war. Aber er war ein guter Komödiant …

„Das sollten Sie doch wissen, Näsler …!“ erwiderte er leise und matt.

„Vielleicht … vielleicht wissen wir es … Denn Chubur, der dort neben Chico im Schatten den Schlaf der Genesung schläft, hat bereits erzählt, weshalb Sie Scheusal diese Scheußlichkeiten an den beiden verübten. Es gehört nicht eben viel sogenannter Geist dazu, um aus Chuburs Angaben herauszufühlen, daß Sie und Ihre elende Sippe hier tatsächlich Gold ernten – fraglos in größtem Maßstabe. Nicht wahr, Abelsen?“

Ich nickte nur.

„Ja, Gold ernten … Und des elenden Edelmetalls wegen flog der „Starost“ in die Luft … Des Goldes wegen verlor Chubur ein Auge und wandelte Chico am Rande des Todes dahin. Sie leben, die beiden … – Wie fanden Sie die

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Max Schraut: Das Geheimnis des Meeres. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 153. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Meeres.pdf/153&oldid=3234792 (Version vom 31.7.2018)