Seite:Das Geheimnis des Meeres.pdf/170

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
14. Kapitel.
Tatjana schwimmt neben uns.

Wie muß dieser vollendete Komödiant damals heimlich triumphiert haben, als wir beide, die wir uns Männer mit der Reife eines welterfahrenen Verstandes dünkten, hinter ihm drein die steilen Eisenleitern in den runden Schacht hinabkletterten, von Leiter zu Leiter, von Absatz zu Absatz, wohl zwanzig Meter. Gewiß, wir hatten die Pistolen entsichert zwischen den Zähnen, – so töricht waren wir doch nicht! Wir hatten das Boot oben festgekettet, wir glaubten uns den Rücken gedeckt zu haben.

Vollendeter Komödiant – nur deshalb!

So gelangten wir schließlich in eine Art Grotte, die mit Schiffsmöbeln wohnlich ausgestattet war. Hier an der einen Seite allerhand blanke Apparate, Kurbeln, Hebel, Schaltbretter. Elektrische Birnen erhellten den Raum. Der Boden war sauber mit Schiffsplanken gedeckt.

Leon erklärte mit demselben müden, dumpfen Ton: „Hier haben wir das Rohr mit Beton in die Decke dieser Höhle eingebettet, ganz wasserdicht. Und dort die dicke große Glasscheibe im Eisenrahmen: der Zugang zu den anderen Grotten und zu der Goldader …“

Er deutete auf die gut zwanzig Zentimeter starken Scheiben, hinter denen grüne Dunkelheit lagerte: Wasser!

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Geheimnis des Meeres. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 170. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Meeres.pdf/170&oldid=- (Version vom 31.7.2018)