Seite:Das Geheimnis des Meeres.pdf/185

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
16. Kapitel.

Du lieber Gott, was hätte ein mit allen Salben gesalbter Schriftsteller aus dieser Wiedervereinigung der Ehegatten machen können – einen lyrischen-rührenden Schmarren, gut für sechs nasse Taschentücher alter Jungfern, die noch an den Storch glauben oder es wieder gelernt haben …

Ich?!

Meine Dichterlaube an Coys Bucht, die eigentlich Gallegos-Bucht heißt, duftet nach köstlichen Rankengewächsen …

Aber der Duft nimmt mir nicht das kühle nüchterne Blut.

Was hätte ein moderner Seelenzerpflücker (gleich feingeistigem Dichter) hier aus der Szene machen können, als der kleine Allan dann in dem geliebten Onkel Joachim den Vater wiederfand!

Meine Dichterlaube hat keinen superfeinen Diplomatenschreibtisch mit reichen Schnitzereien, keinen Schreibsessel, kein feudales Riesenonyxtintenfaß, keine Dantebüste aus gelblichem Marmor …

Ach nein …

Und deshalb verzichte ich auf nasse Taschentücher und lyrische Schlußapotheose mit Klimbim und Orgelmusik … –

Die Jacht kam mit nur wenig beschädigtem

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Geheimnis des Meeres. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 185. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Meeres.pdf/185&oldid=- (Version vom 31.7.2018)