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Achim uns zurückgelassen hatte: Kleider, Wäsche, Proviant, Benzin, Dynamitpatronen – vier große Kisten, ein ganzes Warenlager.

Noch an demselben Abend haben Coy und ich mit Hilfe des Motorbootes, das wir jetzt bei Ebbe unschwer wieder flott machen konnten, den Wal ins Meer geschleppt und mit drei Dynamitpatronen zerfetzt. Am nächsten Morgen beseitigten wir die Reste des Hauses auf der Terrasse, sprengten den Höhleneingang, von dem dann nur eine Geröllhalde übrigblieb. Genau so machten wir’s mit dem Viereckriff. Wer heute die Jörnsen-Bucht suchen wollte, um etwa dort hinter den Klippen nach Gold zu tauchen, würde sie niemals finden. Die Westküste von Santa Ines zählt ungefähr vierhundert Buchten, und die meisten gleichen einander derart, daß die Auswahl schwer ist.

Ja – wir machten ganz gründlich reinen Tisch mit allem, was an die Turidos erinnerte. Selbst die Farmruine haben wir eingeebnet, und heute hat der Wald und die Dornen dort alles gleich gemacht. Jörnsens Goldader wird nie entdeckt werden – nie … Auch die Besatzung der „Sonora“ würde jene Bucht nicht mehr mit Sicherheit bestimmen können, wo die Jacht damals den „alten Schiffskessel“ rammte …

Das Loch im Ozean ist[1] kein Loch mehr, ist ein nasses Massengrab. Fische werden neugierig in den Räumen an Toten und Glastüren und verrosteten Apparaten und Bergen von Goldkieseln vorüber schwimmen …

Arme junge Tatjana …! –

Vier Tage nach dem Abschied von Achim und Allan verließ unser hochbeladenes Motorboot


  1. Vorlage: ich
Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Geheimnis des Meeres. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 188. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Meeres.pdf/188&oldid=3234830 (Version vom 31.7.2018)