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aus Calbico. Wußte nichts. Schafe starben. Mistre nur fragen Chubur. Der damals war Hirt bei Sennor.“

Der braune Melancholiker sagte maulfaul:

„Doktor aus Calbico dumm sein … Ich wissen – Gift!“

„Wie?! Gift?!“

Chubur tauchte seinen Zeigefinger in den Rumbecher und holte eine Spinne heraus. „Gift, Mister. Bestimmt Gift. Ich nicht darüber reden. Wozu?! Schafe tot …“

„Bist ein Gemütsmensch …! – Also ist Santa Ines jetzt unbewohnt?“

„Nein, Mister,“ erklärte Chubur widerwillig.

Coy fuhr auf. „Unsinn, nicht bewohnt!! Woher du anders sagen, he?!“

„Weil wissen …“

Näsler warf mir einen Blick zu. Auch ich merkte: hier stimmte etwas nicht!

„Was du schon weißt!“ höhnte Coy geringschätzig. „Dreckige Feuerländer dort Zelte haben, wenn Robben sich paaren … Feuerländer nachher wieder weg …“

„Weiße,“ brummte Chubur und warf die Spinne ins Feuer.

„Also Europäer hausen dort irgendwo?“ forschte Näsler weiter.

„Ja, Mister … In Westbucht. Haben Jacht, haben Haus, haben Pferde …“

Näsler zog die Augenbrauen gespannt hoch. Coy lachte …

„Lügner, Chubur …! Du dich schämen …!“

„Ich kein Schwätzer … Mich keiner fragen bis jetzt. Europäer vergiften Schafe … Streuten nachts über Gräser weißes Pulver …“

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Geheimnis des Meeres. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 28. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Meeres.pdf/28&oldid=- (Version vom 31.7.2018)