Seite:Das Geheimnis des Meeres.pdf/32

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Ahnung! Aber ich habe ja Zeit, sagte ich mir. Wenn nun etwa die Turidos irgendwie von Jörnsens Geheimnis Kunde erhalten hätten!!“

„Mann – und das sagen Sie mir erst jetzt!“ – und Joachim Näsler funkelte mich durch sein Monokel empört an. „Das ist des Rätsels Lösung! Die Schufte haben die Schafe vergiftet, weil sie allein sein wollen. Die Schufte wollen die gewaltigen Rohrstücke zusammensetzen und das Gold durch eine Quelle auswaschen und …“

„Stopp, Mann …! Stopp!! Genau demselben Irrtum fielen mein lieber Kamerad Boche Boche und ich vor Wochen zum Opfer, glaubten damals auch an Gold, Goldsucher … Und Jörnsen suchte etwas ganz anderes, wie ich Ihnen bereits mitgeteilt habe. Wollen nicht denselben Fehler begehen, Herr Näsler. Mit Rohren von drei Meter Durchmesser wäscht man kein Gold aus. Ich bin Ingenieur. Ausgeschlossen. Nein – die Leute treiben etwas anderes. Was – wir werden es erfahren, und wir werden, wir fünf, diesen Fremden dort nötigenfalls mit Gewalt entlocken, was sie nicht freiwillig beichten. Mörder sind’s, und …“

„Stopp, Herr Abelsen, – stopp!! Niemals gewöhnliche Mörder …! Ich habe die Familie studiert. Ich kenne sie … Der Alte und Leon, – unheimliche Kerle, gewiß, aber Männer wie wir, Herr Abelsen, – Männer wie ich, abgerutscht vom Höhenpfade des Daseins … wie auch Sie, – Weltentramps, Abenteurer, brutal, aber – – vornehm, Kavaliere, gutes Blut, Abelsen …! Darauf Verstehe ich mich! Der alte Garzia sah wie ein fünfzigjähriger Herzog aus einem Courths-Mahlerschen[ws 1] Roman aus. Der Leon hätte in jedem

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Siehe hierzu bei Interesse den Wikipedia Artikel über Hedwig Courths-Mahler.
Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Geheimnis des Meeres. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 32. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Meeres.pdf/32&oldid=3234848 (Version vom 31.7.2018)