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am Buchtrande den kleinen Allan, der aus Buchenzweigen Bodenplatten für unser Fahrzeug flocht, das uns … zur Mammi bringen sollte …

Eine Mammi, die mein kleiner Freund nicht liebte, nach der er sich nur sehnte, weil sie eben seine Mutter war und weil ihr die Großfarm gehörte, wo das scheckige Ponny und die Hunde weilten. Die liebte Allan.

Es wurde dunkler und dunkler, wurde höchste Zeit, das Leben und die gesunden Knochen nochmals beim Abstieg zu riskieren.

Noch ein Blick gen Westen …

Dort Santa Ines … Dort fand ich vielleicht die vier Kameraden, die mir ans Herz gewachsen.

Ein Blick – und ich duckte mich …

Ein graugelbes schlankes Schiff mit zwei dicken Schloten schlängelte sich durch die Kanäle … Chilenischer kleiner Kreuzer. Die Flagge flatterte am Heck, dunkle Geschützrohre ragten wie Striche über die Reling aus gewölbten Panzerschwalbennestern.

Mein Herz pochte rascher.

Sollte ich winken, mich aufrichten?!

Niemals!! Meinetwegen wahrhaftig nicht! Und Allan?! Ich würde ihn auch ohne fremde Hilfe der Frau Ellinor Mangrove zurückbringen, – ich hatte hier Pflichten, vor denen das Kind zurücktrat: vier verschwundene Kameraden!!

Duckte mich tiefer, kroch davon.

Als ich bei Allan anlangte, verschwieg ich den Kreuzer.

„Also wirklich eine Insel, Mister Abelsen!“ jubelte er. „Also richtige Robinsons!! – Hier – ist das Flechtwerk gut?“

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Geheimnis des Meeres. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 47. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Meeres.pdf/47&oldid=- (Version vom 31.7.2018)