Seite:Das Geheimnis des Meeres.pdf/7

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der Freude, dieses Göttergeschenk betätigen zu können, ist ein Genuß für den Zuschauer. So war Coy, der braune Athlet. –

Als die Jacht „Skansen“, die von dem Kutter „Torstensen“ geschleppt wurde, hinter irgendeinem der Felseneilande der Magelhaens verschwunden war, hatte mein eigener Wille gleichsam den Faden zwischen der Zivilisation und mir, dem Ingenieur und steckbrieflich verfolgten Totschlager Olaf Karl Abelsen, für alle Zeit zerschnitten. Gerhard Dorner, mein lieber Kamerad, dazu seine Gattin und der prächtige Kapitän Holger Jörnsen: die drei strich ich aus meinem Gedächtnis! Es mußte sein. Erinnerungen solcher Art taugen nichts. Und wenn ich hier überhaupt darüber spreche, so geschieht’s nur, weil ich inzwischen auf der Stufenleiter zum Herrenmenschen entschieden einige Schritte höher geklommen bin und das Gewesene nur noch als angenehme Fata Morgana empfinde, die meiner Seele Mollsaiten nur ganz, ganz schwach zum Klingen bringt. Dies erkläre ich für diejenigen Herrschaften, die leichtfertig genug gewesen sind, sich eines Weltentramps erstes Buch zu kaufen und zu verschlingen. Das ist kein stinkendes Eigenlob, dieses Verschlingen. Vier Briefe haben mich aus meiner schwedischen Heimat erreicht – ein Wunder! – und in jedem dieser Briefe kommt der Ausdruck Verschlingen vor. Immerhin eine Anerkennung für das, was ich in einer richtigen Trallstimmung einem Verleger einschickte. Honorar habe ich nie gesehen. Was sollte ich auch damit?! Geld?! Lächerlich …! Ich – – Geld?!

Ja – und dann war das Malheur schon geschehen. Nie vergesse ich Coy Calas nachsichtiges Lächeln, als ich, die Landratte, in dem Kanal

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Geheimnis des Meeres. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 7. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Meeres.pdf/7&oldid=3234888 (Version vom 31.7.2018)