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8. Kapitel.
Die tote Farm.

Links an unserem Lager kam ich vorüber. Hügel überstieg ich, verlor den glimmenden Punkt aus den Augen, aber die Wegmarken halfen.

Eine flache, buschwerkreiche Kuppe war’s, in deren Nähe ich – ich glaube zum ersten Male in meinem Leben – auf allen Vieren dem kaum mehr fünfhundert Meter entfernten Ziele zustrebte. Meine blasenreichen Handflächen schmerzten durch den Druck auf scharfkantigem Geröll. Hartes breites Gras ritzte mir die Haut. Doch da vorn schimmerte durch die Sträucher ein Pünktchen wie eine glimmende Zigarre, und das war der kräftige Magnet, der mich vorwärtstrieb.

Gut gewählt war dieser Lagerplatz der Fremden. Die Büsche standen dicht, und die Kuppe hatte dazu noch einen breiten Kranz von Felsstücken. Wahrscheinlich war das Feuer nur von jener Stelle so deutlich zu sehen gewesen, wo ich es bemerkt hatte.

Jetzt den Hügel hinab … Langsame, bedächtig, immer wieder halt machend, immer wieder. Die mondhelle Umgebung beäugte ich mißtrauisch. Ich hatte keine Lust, mir eine Ladung Blei in den Kadaver schießen zu lassen oder als Ziel für einen Pfeil eines Alacaluf zu dienen. Diese Feuerlandwilden von der Westseite sind nur zum Teil halb zivilisiert. Chilenische Untertanen zwar … Aber

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Geheimnis des Meeres. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 88. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Meeres.pdf/88&oldid=- (Version vom 31.7.2018)