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gemordet, und daß die Jüngste der Familie scheinbar anders geartet, blieb sich gleich. Ihre Anwesenheit hier zeugte gegen sie. Wenn sie und ihre Begleiter nichts Arges gegen uns im Schilde führten, hätten sie offen zu uns kommen können.

Meine Gedankenkette wurde jäh gesprengt. Eine Hand hatte meinen Schenkel berührt.

Natürlich Coy …

Und daher wandte ich ganz gemächlich den Kopf …

Nicht Coy …

Joachim Näsler …!! Er winkte, zerrte an meinen Füßen. Ich kroch rückwärts. Als ich aus den Sträuchern heraus war, richtete ich mich auf.

Joachim war sehr bleich. Die Blässe seines Gesichts erschreckte mich. Zudem hatten seine fahlen Züge einen Ausdruck, der mir nicht gefiel.

„Kommen Sie, Abelsen!“ Er flüsterte nur, aber es war dennoch Kommandoton.

Nun, hier in der Nähe der Gegner konnten wir nicht gut besprechen, was zu besprechen war. Joachim schritt voran. In einer Felsmulde zweihundert Meter zurück standen wir uns dann gegenüber. Nicht als Kameraden, spürte ich, bevor er noch zu reden begann.

Herr Abelsen, was beabsichtigen Sie?“ fragte er keuchend, und seine Rechte fingerte am Pistolenfutteral herum …

Merkwürdige Frage, noch merkwürdiger der Ton …

„Was die Umstände erfordern, Herr Näsler.“ – Mit einem Male war das „Herr“ zwischen uns wieder aufgelebt.

„Und das wäre?“

„Die drei gefangen zu nehmen. Was sonst?!

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Geheimnis des Meeres. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 90. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Meeres.pdf/90&oldid=- (Version vom 31.7.2018)