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verlangte. Dieser zögerte. Er kannte sein Schicksal, wenn er den Apachen in die Hände fiel.

Abermals ein paar drohende Handbewegungen des schnellen Büffels. Der Fallensteller, dessen Gefährte längst gebunden am Boden lag, rutschte auf der Spitze eines Astes noch weiter. Der Ast bog sich unter dem Gewicht des schweren Mannes, der nun hoch über den schäumenden Wassern des Pecos hing.

Der Oberhäuptling schickte jetzt zwei Krieger auf den Baum. Sie nahmen Lassos mit. Sie wollten das Bleichgesicht lebend fangen.

Der Rotbart klammerte sich mit der linken Hand an den Ast und zog sein langes Bowiemesser. So erwartete er die beiden Apachen.

Der vorderste war nur noch drei Meter von ihm entfernt.

Da – holte der Fallensteller zum Wurfe aus. Das Messer sauste dem Apachen dicht am Kinn vorbei in den Hals. Der Apache kollerte über die Seitenäste hinweg in die Tiefe, fiel in den Fluß.

Der schnelle Büffel hatte seine einläufige Flinte hochgerissen. Ein Feuerstrahl brach aus dem Laufe hervor, und des Rotbarts rechter Arm, jetzt von einer Kugel dicht über dem Ellenbogengelenk zerschmettert, sank machtlos herab und ließ den Tomahawk, die letzte Waffe, den Fingern entgleiten.

Noch zwei Apachen erklommen die Eiche. Der Rotbart wurde an Lassos festgeseilt und nach unten gezerrt.

Dann verließen die Krieger mit den Gefangenen die Terrasse und entschwanden den Blicken der beiden Freunde.

„Wir müssen weiter oberhalb über den Fluß setzen,“ sagte der Komanche kurz. „Mein weißer Bruder soll Zeuge sein, wie der schnelle Büffel von

Empfohlene Zitierweise:
William Käbler: Das Geheimnis des Zuni. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1922, Seite 24. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Zuni.pdf/25&oldid=- (Version vom 31.7.2018)