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den Fallenstellern das Geständnis erpreßt, weshalb sie zum Berge der Schlangen gekommen sind.“

Der Abend brach bereits an, als Felsenherz und der schwarze Panther auf zwei zusammengebundenen Baumstämmen den Fluß überruderten und dann nach Süden zu durch Schluchten und Täler wieder dem Pawa Katschi, dem heißen Berge, zustrebten.

Mit äußerster Vorsicht wagten sie sich, nach Westen zu einen Bogen beschreibend, jener Stelle zu nähern, wo am Fuße des Felskolosses der Schein zahlreicher Feuer auf ein größeres Indianerlager hindeutete.

Die Apachen, jetzt etwa 280 Krieger, hatten in der offenen Prärie westwärts eine ausgedehnte Zeltstadt errichtet. Sowohl nach der Savanne als auch nach dem Flusse hin schützten Wachtposten das Lager. Trotzdem gelang es den Freunden, unbemerkt bis an die erste Zeltreihe zu kriechen und in einer schmalen, grasüberwucherten Regenrinne sich bis an das Beratungsfeuer vorzuschieben, neben dem Jeffries und Jonny aufrecht an zwei Pfähle gefesselt waren.

In dreifachem Kreise saßen die Apachen um das Beratungsfeuer herum. Soeben hatte sich einer der ältesten Krieger erhoben und mit folgender Ansprache begonnen:

„Der große Geist hat sein Antlitz für seine roten Kinder vom Stamme der Apachen verhüllt. Felsenherz und der langhaarige Hund von Komanche, der schwarze Panther, sind dem Unterhäuptling Tralua, dem schleichenden Fuchs, gestern abermals entschlüpft, nachdem sie jene beiden Blaßgesichter da befreit hatten, die nun der schnelle Büffel wieder ergriffen hat. Diese beiden Blaßgesichter haben fünf Apachen getötet, vier gestern mit der Büchse, heute den schleichenden Fuchs in der Krone der Eiche. Sie weigern

Empfohlene Zitierweise:
William Käbler: Das Geheimnis des Zuni. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1922, Seite 25. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Zuni.pdf/26&oldid=- (Version vom 31.7.2018)