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Trotzdem bedauerte er, sie nicht mehr befreien zu können. Er hatte sich halb aufgerichtet, hatte in die Prärie hinabgespäht und bemerkte nun einige zwanzig Apachen mit Fackeln, die auf den Berg der Schlangen zukamen. Ihnen folgten acht weitere, die zu je vier etwas wie zwei große, auf Stangen gelegte Säcke trugen. Dieser Zug erklomm den Berg und wandte sich dann nach der Ostseite hin.

Felsenherz lag in den Ginsterstauden und überlegte, was er tun solle. Er glaubte zu wissen, was die großen Ledersäcke enthielten: Jeffries und Jonny! Sie würden wahrscheinlich von den Apachen in den Pecos geworfen und ertränkt werden.

Es dauerte denn auch kaum fünf Minuten, bis die Apachen von der Ostseite des Berges wieder zurückkehrten und in die Prärie hinabstiegen. Jetzt erkannte der Trapper auch, daß sich unter ihnen die ältesten Krieger und der schnelle Büffel befanden.

Die gesamten Apachen brachen dann sofort auf. Die Zelte waren schon vorher abgebrochen worden. Der inzwischen am ausgestirnten Nachthimmel erschienenen Mond beleuchtete das phantastische Bild der in endloser Kette gen Süden durch die Prärie davonreitenden Rothäute.

Felsenherz wußte, daß er sich jetzt allein auf dem Berge der Schlangen befand. Hastig eilte er von Terrasse zu Terrasse nach der Ostseite zu der schiefen Eiche hin. Er wollte sich überzeugen, ob die Apachen die Ledersäcke wirklich in den Pecos geschleudert oder ob sie eine andere grausame Todesart für die Fallensteller erdacht hätten.

Da – ganz nahe gellte ihm jetzt dasselbe wahnwitzige Angstgebrüll in die Ohren.

Ganz nahe – von der Eiche.

Der Mond beschien dort an dem über den Fluß

Empfohlene Zitierweise:
William Käbler: Das Geheimnis des Zuni. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1922, Seite 29. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Zuni.pdf/30&oldid=- (Version vom 31.7.2018)