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Schlucht, die Felsenherz als Lagerplatz ausgesucht hatte.

Edward, ein heller Kopf und durch das Ansiedlerleben und durch die Gesellschaft der beiden berühmten Westmänner selbst schon so etwas wie ein kleiner Fährtensucher geworden, tat jetzt denn auch das einzig Richtige, um sich mit ihnen wieder zu vereinen.

Er sprang aus dem Sattel und fand auch bald die Fährten der beiden Reiter, die nach der Weite der Spuren zu schließen im Galopp nach Norden gesprengt waren.

Der Knabe folgte ihnen. Die Spuren führten um einen steinigen, flachen Berg herum und auf ein kleines Wäldchen zu.

Als Edward Smitson die ersten Bäume dicht vor sich hatte, glitt er aus dem Sattel, nahm den Zügel seines Pferdes um den linken Arm und den kurzen Stutzen (eine Büchse mit kurzem Lauf) in die rechte Hand.

So drang er in das Wäldchen ein. Auf der anderen Seite stieß er dann auf Felsenherz und den Komanchenhäuptling, die im Schutz eines Busches standen und in die halbdunkle Prärie hinauszulauschen schienen.

Edward meldete, daß er Felsenherz Auftrag dem Vater ausgerichtet habe.

Der blondbärtige, stattliche Jäger nickte und sagte dann leise:

„Hörst Du etwas, mein Junge?“

„Ja. Ich höre die Coyoten lauter als sonst heulen.“

Da erklärte der stolze, edle Komanche freundlich:

„Das kleine Blaßgesicht hat noch viel zu lernen. Die Wildnis redet ihre eigene Sprache. Horche genauer auf das Heulen und Kläffen der Präriewölfe

Empfohlene Zitierweise:
William Käbler: Das Geheimnis des Zuni. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1922, Seite 6. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Zuni.pdf/7&oldid=- (Version vom 31.7.2018)