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Dies waren die letzten Worte des Schriftstückes. Die Hoffnung, an die der alte Mann sich geklammert hatte, war trügerisch gewesen. –

Maria Wieland hatte die Tränen bei so manchen Stellen dieses schlichten Bekenntnisses nicht unterdrücken können. Jetzt, da ihr Gatte die Blätter des Briefes wieder in den Umschlag schob, schaute sie mit banger Frage in ihrem Blick zu ihm hinüber. Ihre Augen begegneten sich. Karl Wieland verstand, welche Zweifel ihre Seele nunmehr quälen würden. Schnell erhob er sich, eilte zu ihr und nahm ihre beiden Hände in die seinen.

„Maria,“ sagte er warmen Tones, „wenn jetzt Dein Vater in mein Herz blicken könnte, so würde er sehen, daß ich ihm vollständig verziehen habe. Stets werden meine Gedanken an unseren lieben Toten nur die besten sein.“


Ende!


Druck P. Lehmann G. m. b. H., Berlin 26.


Empfohlene Zitierweise:
Walther Kabel: Das Geheimnis eines Lebens. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1920, Seite 95. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_eines_Lebens.pdf/96&oldid=- (Version vom 31.7.2018)