Seite:Das Land Gigantea.pdf/9

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Seiffert, ferner Heinrich Wend, der Bruder des Schiffsjungen der Najade, und ein Ingenieur Richard Kräwel, die den eifrigen Lesern der Erlebnisse einsamer Menschen kaum mehr fremd sein dürften, da in einem der vorhergehenden Bändchen unter dem Titel „Auf dunklem Pfade“ mit allen Einzelheiten geschildert ist, wie der Chemiker und Heinrich Wend in dem von ersterem erfundenen Unterseeboot Delphin nach der Heard-Insel fuhren, um Karl Wend zu befreien, wie sie unterwegs den Ingenieur an Bord nahmen, dann vereint die Wanderung durch den Tunnel wagten und auch wohlbehalten in der Ansiedlung an dem breiten Strome Giganteas anlangten, wo sehr bald nach ihnen auch Ernst Pötter eintraf, der dann die Kunde mitbrachte, daß man mit dem Erscheinen des Steuermanns hier im unerforschten Lande in kurzem rechnen müsse.

Diese Nachricht, der Verüber so vieler schändlichen Verbrechen sei unterwegs nach Gigantea, rief eine nicht geringe Erregung bei den Bewohnern der Niederlassung hervor. Man kannte ja diesen Elenden genugsam, um sich zu sagen, daß er sich kaum nach der Ansiedlung trauen, vielmehr versuchen würde, allein hier in der Verborgenheit sein Leben zu fristen und nebenbei vielleicht recht gefährliche neue Pläne auszuführen, die aller Wahrscheinlichkeit darauf abzielen würden, die zu beseitigen, von denen er kaum eine milde Behandlung zu erwarten hatte, nachdem sie durch Einsicht in sein geheimes Tagebuch von seinen Verbrechen Kenntnis erhalten hatten. (Vergleiche hierzu die Anfangserzählung dieser fortlaufenden Geschichte, die sich in der Hauptsache um das Gold der Najade dreht: „Das Tagebuch des Steuermanns“).

Man beschloß daher, daß Peter Strupp und Karl Wend, die beiden Gründer der Ansiedlung am Germania-Strome (so war dieser größte Fluß Giganteas getauft worden), sofort nach jenem Tale sich begeben sollten, wo der Tunnel mündete. Die Wahl fiel auf die Genannten, weil sie allein vorläufig imstande waren, die seltsamen geflügelten Reittiere zu benutzen,

Empfohlene Zitierweise:
W. Belka: Das Land Gigantea. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1919, Seite 8. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Land_Gigantea.pdf/9&oldid=- (Version vom 31.7.2018)