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besondere Laune der Titanenfäuste aus mächtigen, flachen Steinplatten etwas wie ein vorn offenes Häuschen mit freilich recht windschiefem Dach geschaffen hatte.

Heinz war sehr stolz auf diesen Granitpalast, der dann auch sofort bezogen wurde.

„Wir müssen ja zunächst hier auf der Bergkuppe bleiben“, meinte Ring. „Einige Zeit halten wir es schon aus. Wasser haben wir, und die Erdknollen – es handelt sich um eine der Erdnuß verwandte Art! – geben immerhin ein Magenfüllmittel ab.“

So begannen die drei denn hier ihr merkwürdiges Robinsondasein, begannen es in der trügerischen Hoffnung, daß es ihnen glücken würde, diesen Ort zu verlassen, wenn nur erst die Beduinenschar aus der Nähe des Berges verschwunden war.

Wo die braunen Helfershelfer Shlooks lagerten, konnte man ja von dieser Höhe aus sehr leicht feststellen. Der Ingenieur hatte den Lagerplatz zuerst bemerkt, als er am Spätnachmittag dieses Tages am Südrande des Plateaus liegend vorsichtig die gegenüber befindlichen Täler und Berge gemustert hatte.

Zu seiner namenlosen Überraschung bemerkte er so, daß sich nach Süden zu ein Tal erstreckte, in dem … vier Dattelpalmen genau in einer Reihe hintereinander standen.

Dieses Tal konnte nur dasjenige sein, welches Kir Bali, der alte Wahhabit, auf seiner Skizze angedeutet hatte. Und dort – dort befand sich auch das Lager der Beduinen – gerade dort …!

Als der Ingenieur den Gefährten von dieser Entdeckung Mitteilung machte, meinte der Doktor kopfschüttelnd:

„Das Schicksal mischt doch zuweilen recht merkwürdig seine Karten! Wir zogen aus, um das Tal zu suchen. Und nun sind wir ganz in der Nähe, keine zweihundert Meter entfernt, und können doch nicht hin!“

„Vorläufig nicht!“ sagte da Heinz Brennert zuversichtlich. „Es muß uns doch gelingen, von hier fortzukommen! Muß …! – Freilich, diese Bergkuppe gleicht einem Turm, so steil sind die Wände, – einem Turm,

Empfohlene Zitierweise:
W. Belka: Das Rätsel des Dschebel el Dachali. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1916, Seite 28. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_R%C3%A4tsel_des_Dschebel_el_Dachali.pdf/29&oldid=- (Version vom 31.7.2018)