Seite:Das erste Jahrzehnt der Weltsprache Volapük.djvu/66

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Volapük gelehrt wurde, nenne ich nur diejenigen, welche durch die Zahl der Schüler oder andere Umstände ausgezeichnet sind, z. B. Alessandria (110 Schüler), Bern (150 Schüler), Pécs, Ungarn, durch Hrn. Izor Gebaur, Direktor des Obergymnasiums, welcher im Schulprogramm auffordert, Volapük wegen seines praktischen und philologischen Wertes als Unterrichtsgegenstand an den Mittelschulen einzuführen; dann in Hull (England), Linz, München, Nürnberg (über 200 Schüler), Damaskus (89 Schüler), Petersburg (70 Schüler), Viña del Mar, Chile, Südamerika, am Colejio aleman.

Anfangs April erschien eine neue deutsche Volapükzeitung „Rund um die Welt“ von Dr. S. Lederer in Wien, ebenso eine holländische Zeitung „Volapükel nedänik“ von Braackmann in Hillegom.

In Wien fand am 20. April die Verschmelzung des bisherigen ersten österreichischen Weltsprachevereins in Meidling mit dem wissenschaftlichen Weltspracheverin in Wien zu einem Klub unter dem Namen „Oesterreichischer Centralverein für Volapük in Wien“ statt. In diesem Monate wurden u. a. als Weltsprachelehrer empfohlen: H. G. Krause in Hull, England, Dr. O. Knuth, Gymnasiallehrer in Steglitz bei Berlin, A. G. Cassio, Redakteur in Mailand, Raffaele Oreglia d’Isola in Turin.

Am 31. April hielt der württembergische Weltspracheverein seine 6. Generalversammlung in Ulm ab. Von einer öffentlichen Versammlung wurde diesesmal abgesehen, weil die Beratung neuer Statuten die Zeit in Anspruch nahm. Herr Dr. Müller von Calw las eine Antwort auf die Schrift „Das Phantom der Weltsprache von E. Müller“ vor, welche solchen Beifall fand, daß beschlossen wurde, dieselbe im Druck erscheinen zu lassen.

Am 5. und 6. Mai fand in Zürich die Delegiertenversammlung der schweizerischen Volapükisten statt behufs Gründung eines schweizerischen Landesverbands.