Seite:Das erste Jahrzehnt der Weltsprache Volapük.djvu/68

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Tölz (Löw), Chivasso (durch H. Baldassare, Gymnas.-Direktor), Neapel (Furlani), Buchholz, Sachsen (durch H. Dr. E. Herrmann, 2 mal), Basel (Schmid), Kopenhagen (Dr. Chiessen v. Berlin), Reichstadt, Böhmen (durch H. Rektor Maras), Triest (Raimondo Filli), Bad Nauheim (durch H. Lehrer Aug. Wagner), Passau (durch H. Dr. Weiß in München). Sogar an der Südspitze von Afrika wurden Vorträge über Volapük gehalten, nämlich in Cape Town durch Herrn Albert E. Reno, Eisenbahnbeamter, welcher auch viele Artikel in die Zeitungen des Landes schrieb. Ebenso war Volapük in dieser Zeit nach Australien gedrungen. Herr Prof. Archer in Melbourne hatte einen Klub gebildet, der sich die Ausbreitung der Schleyer’schen Weltsprache in Australien zum Ziel setzte. Bei der Gründung dieses Klubs legte Herr Dr. Mullen die Notwendigkeit eines solchen Verkehrsmittels durch folgendes Beispiel dar. Ein Freund von ihm, der in einem großen Melbourner Handelshause angestellt sei, habe ihm erzählt, daß die ganze europäische Korrespondenz seines Hauses durch die Hände von Londoner Agenten gehen müsse, so daß die verschiedenen Sprachen, in denen die Briefe abgefaßt seien, übersetzt werden müssen. Herr Behrend, welcher Volapük bereits studiert hatte, bot sich sofort zur Uebernahme von Unterrichtsstunden an. Andere neue Vereine entstanden in Linz a. D., Dingolfing (Bayern), Gnigl bei Salzburg, Piadena, Deggendorf (Bayern), Fulda, Meggen bei Luzern, Trostberg (Bayern), Randers (Dänemark), Conegliano (Italien). Auch in Amerika, wo die größten Geschäftszeitungen, darunter die größte Temperenzzeitung der Welt „The Voice“ mit einer Auflage von 150000 Exemplaren, Abschnitte aus der Volapük-Grammatik brachten, waren neue Vereine entstanden, nämlich in dem Fort Walla-Walla und in Plainfield, ja selbst in Mexiko wurde ein Verein gebildet, nämlich in Aguas-Calientes. Von Orten, wo Lehrkurse abgehalten wurden, seien erwähnt: Conegliano,