Seite:Deß Weltberuffenen Simplicissimi Pralerey und Gepräng mit seinem Teutschen Michel.djvu/14

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Atheniensern mit einem Narren gangen / welchen ihnen die Römer / als sie von ihnen Gesetze begehrt / zu einer stummen Disputation vorgestellt / umb zuerfahren / ob sie / die Römer / auch würdig wären / solche heilsame Recht und Gesetz zu empfahen oder nicht? Alwo die Weise von dem Narren betrogen worden?

Man sagt von einem Frantzosen / welcher sich von seiner Gesellschafft in Cöln verirret / und so lang herumb gelauffen / biß ihre der Hunger dermassen im Magen vexiert / daß er allerdings krafftloß darvon worden / weil er auff teutsch weder Speiß noch Tranck fordern / viel weniger nach seiner Herberg fragen können / biß ihm endlich einer von seinen Landsleuten / den er an der Kleydertracht erkant / auffgestossen / welchem er seine Noth geklagt / der ihn in eine Gasse gewiesen / und gesagt / er werde dort ein Hauß finden mit einem ausgehenckten rothen Schild / alwo man ihm gnug Essen und Trincken umbs Geld geben würde; Der gute Kerl folgt / gerath aber in eines Balbiers Hauß / das auch einen