Seite:Deß Weltberuffenen Simplicissimi Pralerey und Gepräng mit seinem Teutschen Michel.djvu/65

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Cazo! und als ihn die Kayserin / deren Angesicht mit einer Röthe entweder auß Scham oder Zorn überloffen / fragte ob er noch mehr Italiänisch könnte? er aber die Warheit bekennen / und mit nein antworten; gleich disen teutschen unangenehmen Bescheid hören muste / so bleib uns ein andermahl auch mit disem draussen; wie er dann auch so gleich abgeschafft worden.

Zwar gerathen nicht alle in solche Gefahr; aber ihnen widerfahrt gar offt / daß der ein und ander / weil ers nit besser weiß / noch verstehet / im schreiben ein T vor ein D, und hinwiederumb ein D vor ein T machet / die eine Sylbe wider die Art der Sprach / die er gern reden wolte / lang oder kurtz außspricht / und durch mehr dergleichen Fehler seine hoffärtige Esels-Ohren an allen Orten hervor ragen lässt / und damit gelehrten und verständigen Leuthen genugsame Ursach gibt / wo nit laut zu sagen / doch bey sich selbst heimlich zu gedencken /

O Coridon, Coridon, quae te dementia cepit.

Hier möchte mir nun jemand entweder