Seite:Deß Weltberuffenen Simplicissimi Pralerey und Gepräng mit seinem Teutschen Michel.djvu/85

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

wäre kein Hauß / wann ich auch so wunderte! Ich arme Nacht sitz manche halbe Kunckel bey der Tröpffin / und schlage biß die liebe Zwölff Glocken spinnet / welchen Weinschlauch der heyllose Gewinn nachgehends allein durch seine Jag gürgelt; aber koch / ich wills ihm anders harren; Ich will meine Nachbarin scheeren / wie es mein Beltz auch macht / und hernach die Zehr verwollen; Wann ichs nur meinem Laid zur Seelen thun wolte / so wisste ich prav Geld / das mir einen wackern Kerl zuverdienen gebe / meinen Hanrey zum Mann zu machen / aber ich will mich noch ein wenig bessern / biß er sich etwan facientirt.

Der dritt sagte: Also pflegt mich mein Mutter auffzuwecken / und zur Schuelen zu weisen; Du heylloß Faulbett / wann wirst du dann nun einmal auß dem Siebenschläffer? hast du nit geschlagen / daß die Glock schon Achte gehöret hat? Ach wann dir der Hintern mit einem guten handvölligen Schulmaister über die Ruthe käm / ich wolte ihm noch ein Neu Jahr mehr als sonsten zum Dreybätzner verehren;