Seite:De Geschichten aus den vier Winden Dauthendey.djvu/301

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

interessierte. Aber mein Kopf schmerzte mich. Er wurde schwer, als wollte er anschwellen wie ein Zwergenkopf, und ich fühlte bald, daß ich beim barhäuptigen Sitzen in der Mittagsonne einen Sonnenstich bekommen hatte.

Es wurde mir grau und weiß vor den Augen, und das ganze Zimmer mit der buntbemalten Decke und dem rotsteinernen Fußboden kreiselte um mich, als wäre es eine russische Schaukel.

Ich wollte vom Tisch aufstehen, aber ich fühlte, daß ich umfallen würde. Während die Russin immer weiter sprach und mir nichts anmerkte, wartete ich still ab, bis ich mich wieder so stark fühlen würde, daß ich mein Zimmer ohne Hilfe erreichen konnte. Ich sagte dann der Dame im Fortgehen, daß ich glaubte, ich sei von einem Sonnenstich unwohl geworden.

Ich legte mich auf mein Bett und ließ mir Eis bringen. Mir war bei jeder Bewegung sehr übel. Zugleich begann mich ein heftiges Fieber zu schütteln.

Nach einer Weile klopfte es an meiner Tür, und die Russin brachte mir ein großes Senfpflaster, das sollte ich auf meinen Rücken

Empfohlene Zitierweise:
Max Dauthendey: Geschichten aus den vier Winden. Albert Langen, München 1915, Seite 300. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Geschichten_aus_den_vier_Winden_Dauthendey.djvu/301&oldid=3248554 (Version vom 31.7.2018)