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wie ein roter Blitz hier in den Ort eingeschlagen.“

* * *

Am nächsten Morgen früh, als die Wiesen am See und ihre gelben Dotterblumen noch taufeucht waren, stand ich am Fenster, kurz nachdem das erste Dampfschiff getutet hatte. Da hörte ich, daß im Garten unten Neuangekommene nach Zimmern fragten. Es war jetzt Anfang September, und der Wirt hier hatte im September doch einige immer wiederkehrende Gäste in seinem Hause, denn der Herbst ist die Jahreszeit, in der auch jeder entlegenste Winkel des Gardasees von Naturschwärmern aufgesucht wird.

Als ich mich rasiert hatte, sah ich wieder vom Fenster hinunter in den Garten, und da saß eine seltsame Gesellschaft um einen Tisch auf dem weiten Steinbalkon, auf dem ich mir gestern den Sonnenstich geholt hatte. Zwei Vettern des Wirtes, die ein paar hübsche Fischerburschen waren, hatten ein Ehepaar an einen Tisch geleitet. Sie setzten sich soeben alle nieder. Ein älterer Mann von fünfzig Jahren und eine dreißigjährige Frau.

Der Mann schien nicht ganz bei Verstand

Empfohlene Zitierweise:
Max Dauthendey: Geschichten aus den vier Winden. Albert Langen, München 1915, Seite 317. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Geschichten_aus_den_vier_Winden_Dauthendey.djvu/318&oldid=3248572 (Version vom 31.7.2018)